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Die Kunstsammlungen Chemnitz zeigen einen Teil ihrer Schenkungen und Neuerwerbungen.
Es werden Ausstellungen mit den Künstlern Olaf Rauh, Jörg Immendorff, Carlfriedrich Claus
und Guillermo Deisler präsentiert.





OLAF RAUH. PLAYGROUNDS

Olaf Rauh (*1968) zeigt in den Kunstsammlungen Chemnitz seine komplette Serie
"playgrounds", die aus 12 großformatigen Lambda-Prints besteht. Eine dieser Arbeiten
schenkte der Künstler 2008 den Kunstsammlungen Chemnitz. Entstanden ist "playgrounds"
im Herbst 2001 in der Lower East Side in New York City. Olaf Rauh untersucht in diesem
Fotozyklus Orte des Spiels. Er umkreist sie mit Medien des digitalen Zeitalters und zeigt
sie als Schnittstelle von gesellschaftlicher und virtueller Realität. Inhaltliche Informationen
reduzieren und formieren sich dabei zu simplen Architekturmodellen. Olaf Rauh möchte
dieses radikal Künstliche, das Artifizielle in der vermeintlich objektiven Widerspiegelung
der Wirklichkeit offen legen. Deshalb arbeitet er mit einem speziellen Lamda-Hochglanz-
Film, der die Bildoberfläche wie unter einer Plastikschicht erstarren lässt. Zudem zeigt
Olaf Rauh
seine Fotos in ihrer medialen Gebundenheit - wie auf einem Computerbild-
schirm mit all den feinen Netz- und Gitterstrukturen, die den Monitor überziehen.





JÖRG IMMENDORFF. Alter Ego
Jörg Immendorff
(1945 - 2007) gehört zu den bekanntesten Malern in Deutschland.
Insbesondere mit dem Bilderzyklus Café Deutschland aus den späten siebziger Jahren
eroberte er sich einen Platz in der jüngeren Kunstgeschichte. Als seltsame Gestalten
bevölkern ab 1985 dieMaleraffen seine Leinwände. Für Jörg Immendorff ist der Affe
die zentrale Symbolfigur, der man in seinen Werken immer wieder begegnet. Der Maleraffe
dient Immendorff dabei als Parodie seines Selbst, als Zurücknahme seines eigenen
Künstleregos. Ebenso wie der Affe, ist die Malerbiene, die Immendorff ab 1991 in
seinen Werken darstellt, eine weitere Facette seines Alter Egos, auch sie repräsentiert
den Künstler und agiert in den Bildern an seiner Stelle. Das Motiv der Biene steht dabei
als metaphorisches Selbstporträt (Imme). Gezeigt werden in JÖRG IMMENDORFF. Alter Ego

Arbeiten aus unterschiedlichen Serien des Künstlers.





CARLFRIEDRICH CLAUS

Seit den frühen 1950er Jahren hat Carlfriedrich Claus (1930 - 1998) ein visuelles Werk
entwickelt, das grafische und bildhafte Assoziationen gleichermaßen weckt. Der Künstler
gilt als einer der Mitbegründer der visuellen Poesie. Die Kunstsammlungen Chemnitz
bewahren in der Stiftung Carlfriedrich Claus-Archiv seinen Gesamtnachlass; aus diesem
reichen Fundus werden Hauptwerke in einer Kabinettausstellung präsentiert. Korrespondierend
dazu werden zwei Mischtechniken vonGuillermo Deisler (1940 - 1995) gezeigt, die erst in
diesem Jahr mit Hilfe der Stadtwerke Chemnitz AG erworben werden konnten. Der chilenische
Künstler, der nach dem Militärputsch 1974 ins Exil gehen musste und seit 1986 in Halle
lebte und arbeitete, war international aktiv im Netzwerk von Fluxus und Mail Art. Vernetzt
mit den Exponenten der konkreten und experimentellen Poesie, stand er auch mit
Carlfriedrich Claus
in einem jahrzehntelangen Briefwechsel.





Öffentliche Führungen: Sa, So, Feiertag 15:30 Uhr

Öffnungszeiten: Di - So, Feiertag 11 - 18 Uhr

© Kunstsammlungen Chemnitz 2017