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Die Kunstsammlungen Chemnitz präsentieren erstmals eine umfangreiche Max Slevogt-Ausstellung in Kooperation mit der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, Saarlandmuseum Saarbrücken.

Anhand zahlreicher Gemälde und Grafiken wird das einzigartige OEuvre des deutschen Impressionisten in der Ausstellung MAX SLEVOGT. Malerei und Grafik vom 11. Juni bis 4. September 2011 in den Kunstsammlungen Chemnitz präsentiert. Die Ausstellung setzt sich aus einer Auswahl der über fünfhundert grafischen Arbeiten umfassenden Sammlung und der Gemälde aus dem Bestand der Kunstsammlungen Chemnitz, sowie exquisiten Leihgaben aus dem Saarlandmuseum Saarbrücken zusammen. Gezeigt werden insgesamt einhundertdreißig Werke des bedeutenden Impressionisten aus den Jahren 1887 bis 1932. Es werden neben Slevogts hinreißenden Darstellungen von Tänzerinnen, Musikern oder Porträts aus dem gesellschaftlichen Leben, den Licht durchfluteten Landschaften und den Stillleben, auch seine Bühnenentwürfe für die Aufführung des „Don Giovanni“ 1924 in der Staatsoper Dresden und die Illustrationen zu James Coopers „Lederstrumpf“ zu sehen sein.

Max Slevogt (1868 - 1932) steht neben Max Liebermann und Lovis Corinth in engster Verbindung mit der großen Blütezeit des deutschen Impressionismus. Die 30 in der Ausstellung präsentierten Gemälde, davon 28 Leihgaben aus dem Saarlandmuseum Saarbrücken, entstanden zwischen 1887 und 1931. Sie zeigen Motive, die Slevogt immer wieder fesselten: Frauen- und Männerporträts, Landschaften, Tiere und Rollenporträts wie Tänzerinnen, Schauspieler oder Musiker, ebenso Stillleben, Stadtansichten, thematische Szenen und eines seiner wenigen Frauenakte. Seine Gemälde in dunkler Akademie-Malerei kontrastieren zu den Bildern in impressionistisch heller Leichtigkeit. Seit der Kindheit bestimmte Kultur das Leben von Max Slevogt. Geprägt von seiner musikalischen Mutter, nutzte er sowohl in München als auch in Berlin jede Gelegenheit, Kulturveranstaltungen zu besuchen. Noch vor seinem bekanntesten Rollenporträt des portugiesischen Sängers Fransisco d`Andrade als „Don Giovanni“ schuf Slevogt drei Bildnisse der japanischen Tänzerin Sada Yakko. Bei dem in der Ausstellung gezeigten Gemälde von 1901 handelt es sich vermutlich um die erste Version. Der Künstler war von der exotischen Erscheinung Sadas fasziniert, als er sie 1901 bei einer Aufführung in Berlin sah. All dies ließ er in das Porträt der Schauspielerin einfließen, deren Bühnenpräsenz ganz von dem Blau, Rot und Gelb schimmernden Kleid und der langstieligen Orchidee bestimmt wird.
Die Ausstellung in den Kunstsammlungen Chemnitz verdeutlicht aber nicht nur Slevogts malerische Begabung, sondern zeigt auch, dass er ein begnadeter Zeichner und Grafiker war. Bereits zu Lebzeiten gehörte er zu den gefragtesten Porträtisten, Bühnenbildnern und Buchillustratoren. Slevogt hat von 1890 bis kurz vor seinem Tode ein beachtliches grafisches Werk geschaffen. Die Werkverzeichnisse der Druckgrafik beschreiben insgesamt 2100 Blätter, einschließlich der zahlreichen Illustrationen für Bücher, Mappen und Zeitschriften. Im Bestand der Kunstsammlungen Chemnitz überwiegen mit 504 druckgrafischen Arbeiten und 7 Büchern mit Originalgrafik die illustrierten Mappenwerke. Die Ausstellung MAX SLEVOGT. Malerei und Grafik zeigt eine Auswahl von 100 Blättern. Seine Grafiken bewegen sich zwischen Illustrationen, die literarische Vorlagen kommentieren und von unmittelbarer Begeisterung getragen sind, zeigen aber auch eine Seite, die mit düsteren Visionen von Hexen, Dämonen und Teufeln seine Helden machtlos erscheinen lassen. Beide Facetten des Künstlers sind in den Kunstsammlungen Chemnitz im Bestand mit ausdrucksstarken Beispielen vertreten.

Eine Kooperation mit dem Saarlandmuseum Saarbrücken   SSK_SLM_ZL_CMYK Kopie_1.jpg


Mit freundlicher Unterstützung
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VERANSTALTUNGEN
Mittwoch, 6. Juli 2011, 17 Uhr
Kuratorenführung: Max Slevogt – Die Gemälde
Jana Bille, Sammlung Malerei und Skulpturen, Kunstsammlungen Chemnitz

Donnerstag , 21. Juli 2011, 18 Uhr
Vortrag: Max Slevogt im Bestand der Kunstsammlungen Chemnitz
Kerstin Drechsel, Leiterin Sammlung Grafik, Kunstsammlungen Chemnitz

Donnerstag , 25. August 2011, 18 Uhr
Vortrag: Slevogt und Liebermann. Die Idee vom Haus im Grünen
Dr. Martin Faass, Leiter Max-Liebermann-Gesellschaft Berlin e.V., Liebermann-Villa am Wannsee

ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN
Sonntags 16 Uhr

ÖFFNUNGSZEITEN
Dienstag – Sonntag, Feiertage 11 – 18 Uhr

EINTRITT
6 Euro, erm. 4 Euro, Gruppen ab 10 Personen 4 Euro
© Kunstsammlungen Chemnitz 2017