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Mario Nigro (1917 - 1992) ist einer der bedeutendsten Vertreter der geometrischen Abstraktion in Italien. In der Ausstellung werden großformatige Arbeiten aus den letzten vier Jahrzehnten seines Schaffens gezeigt. Die Retrospektive - kuratiert von Francesca Pola – wird, 20 Jahre nach dem Tod des Künstlers, in Kooperation mit dem Archivio Mario Nigro realisiert.

Nachdem Germano Celant 2009 ein Werksverzeichnis herausgegeben hatte, wird dem Künstler nun mit den zweiunddreißig ausgewählten Werken in Deutschland zum ersten Mal eine Retrospektive gewidmet, die die Komplexität und Originalität seines künstlerischen Schaffens unterstreicht. Mario Nigro hat in der Nach-kriegszeit neue Bildsprachen entwickelt und sich durch die unermüdliche Auseinandersetzung mit den komplexen Systemen der Malerei einer internationalen Perspektive geöffnet. Seine „radikale Grundhaltung gelangte“, wie Francesca Pola schreibt, „schon Ende der vierziger Jahre zur Reife, in derselben Zeit, in der auch Alberto Burri mit seinen Materialassemblagen, Lucio Fontana mit seinem mehrdimensionalen, experimentellen Raumkonzept, Giuseppe Capogrossi mit seinem Neokubismus und Emilio Vedova mit seinem abstrakt-expressionistischen Malgestus zu ihrem ganz eigenem Ausdruck fanden. Nigro ging zu den Ursprüngen der ungegenständlichen Kunst zurück“ und schuf eine künstlerische Sichtweise, die „sich dem Atem des Seins selbst nicht deskriptiv, sondern umfassend annähert, um in seinen Werken die Dramatik unserer Zeit, die Kontinuität ihrer Beziehungen und ihre Grenzenlosigkeit lebendig werden zu lassen.“ Charakteristisch für Nigros Bildsprache ist die „Poetik einer unermüdlichen Suche nach Erkenntnis und Ausdruck, die seinem gesamten künstlerischen Schaffen zugrunde liegt.“ Diese Suche soll in ihrem Entwicklungsgang durch die ausgewählten Werke veranschaulicht werden.




Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Italienischen Kulturinstitutes Berlin

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Mit freundlicher Unterstützung







ÖFFNUNGSZEITEN        
Dienstag – Sonntag, Feiertage 11 - 18 Uhr
24. und 31. Dezember 2012 geschlossen

ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN    
Samstag, Sonntag, Feiertage 16 Uhr

EINTRITT            
6 Euro | ermäßigt 4 Euro

PLAKAT           
3 Euro



VORTRÄGE           

Mittwoch, 5. Dezember 2012, 18 Uhr
"Ebene Muster, schwer zu durchschauen"
Dr. Frank Göring, Algorithmische und Diskrete Mathematik, Fakultät Mathematik, TU Chemnitz
Dr. Frank Göring ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur Algorithmische und Diskrete Mathematik der TU Chemnitz. 2010 erhielt er die Ehrennadel der Mathematik-Olympiaden, 2001 gewann er den Forschungspreis 2000 des Thüringer Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst im Bereich Grundlagenforschung für drei kurze Beweise des Satzes von Menger.

Donnerstag, 17. Januar 2013, 18 Uhr
"Können Formeln schön sein?" - Über Kunst und Mathematik
Prof. Dr. Elias Wegert, Professur für Nichtlineare Analysis am Institut für Angewandte Analysis, TU Bergakademie Freiberg
Elias Wegert ist seit 1992 Professor am Institut für Angewandte Analysis der TU Bergakademie Freiberg. Sein Arbeitsgebiet sind funktionentheoretische Randwertaufgaben, seine gegenwärtige Leidenschaft gilt der Visualisierung komplexer Funktionen. Gemeinsam mit Gunter Semmler gestaltet er den Mathematik-Kalender "Complex Beauties". Wegert entwickelt seit vielen Jahren Aufgaben für mathematische Schülerwettbewerbe. Das 1986 von ihm gestellte "Pentagon-Problem" war eine der schwersten Aufgaben der Internationalen Mathematik-Olympiade.

Mittwoch, 30. Januar 2013, 18 Uhr
Von der Schönheit des Exakten - Kunst und Geometrie
Prof. Dr. Horst Martini, Professur für Geometrie, Fakultät für Mathematik, TU Chemnitz
Prof. Dr. Horst Martini ist seit 1993 Professor für Geometrie, Fakultät für Mathematik an der TU Chemnitz. Von 1988 – 1989 war er Stipendiat der Ungarischen Akademie der Wissenschaften am Mathematischen Institut in Budapest, und 1990 erhielt er ein DAAD-Stipendium. Prof. Martini war auch als Humboldt-Stipendiat Forschungsgast an den Universitäten Augsburg und Trier, und er besuchte mehrfach das Mathematische Forschungsinstitut Oberwolfach im Rahmen des Programms "Research in Pairs". Er ist Herausgeber des wissenschaftlichen Journals "Contributions to Algebra and Geometry" sowie Mitglied des wissenschaftlichen Beirates von fünf weiteren internationalen Mathematik-Zeitschriften.

© Kunstsammlungen Chemnitz 2017