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Echo des Krieges <br> Kunst zwischen Verstörung und Protest

Echo des Krieges
Kunst zwischen Verstörung und Protest

03. Mai 2015 bis zum 09. August 2015

 

 

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Das Schloßbergmuseum der Kunstsammlungen Chemnitz präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Bilderhaus Krämerbrücke Erfurt vom 3. Mai bis zum 9. August 2015 die Ausstellung Echo des Krieges. Kunst zwischen Verstörung und Protest. Anlässlich des Gedenkens an die Zerstörung der Stadt Chemnitz im Februar/März 1945 und an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren werden Gemälde, Grafiken und Plastiken der gegenständlichen deutschen Kunst gezeigt, welche die Auseinandersetzung der Künstler mit dem Thema Krieg widerspiegeln.

Ein Höchstmaß an politischer Willkür und unendlicher Grausamkeit war mit den beiden Weltkriegen im 20. Jahrhundert verbunden. Dem Massensterben auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges folgte die Tötungsmaschinerie des Hitlerfaschismus‘. Wo dieser Krieg seinem Tod und Zerstörung bringenden Wesen am nächsten kam, blieb nichts Menschliches. Bei jenen, die ihn überlebten, ließ er Narben an Leib und Seele zurück.

Bildende Kunst vermag zwar nicht das Grauen, welches der Krieg mit sich bringt, in allen sinnlich erfassbaren Varianten zu reproduzieren, doch können Künstler wie Seismografen Erschütterungen wahrnehmen und diese auf visueller Ebene darstellen. Sie sind dazu imstande, ihre Vorahnungen, ihren Bruch mit vorherrschenden Ideologien, die ethischen Missstände sowie das körperlich und seelisch erfahrene Leid in ihren Werken wiederzugeben. Innerhalb der deutschen Kunst entfaltete sich eine dramatisch eindrucksvolle Bildwelt, welche die Folgen von Krieg in der sinnlichen Präsenz des Menschenbildes, in poetischen Reaktionen oder symbolischen Formen reflektiert. Die Bildfindungen reichen von privater Innenschau bis zu Visionen der Konfrontation des Menschen mit seiner Geschichte und Gegenwart.

Die in der Ausstellung gezeigten Kunstwerke verbindet, neben formaler und weltanschaulicher Nähe, ihre enorme Ausdruckskraft. Aus den verschiedenen Lebenshaltungen und stilistischen Entscheidungen der Künstler resultierte eine besondere ästhetische Qualität. Die gewählten Sujets zeigen die Künstler als Mahner und geistige Rufer in Zeiten drohender Kriegsgefahr.


Mit Werken von


Theo Balden (1904–1995)
Fritz Cremer (1906–1993)
Herbert Kitzel (1928–1978)
Gerhard Kurt Müller (* 1926)
Erik Neukirchner (* 1972)
Otto Pankok (1893–1966)
Wolfgang Peuker (1945–2001)
Uwe Pfeifer (*1947)
Heinz Plank (* 1945)
Horst Sakulowski (* 1943)
Theodor Rosenhauer (1901–1996)
Baldwin Zettl (*1943) u. a.

© Kunstsammlungen Chemnitz 2017